
Wie nun bekannt wurde hat die Pariser Polizei vor zwei Monaten den Kunstraub des Jahrhunderts vereitelt. Ein Sprecher der zuständigen Spezialeinheit, die allein für die Sicherheit des Louvre und deren kostbare Ausstellungsartefakte zuständig ist, bestätigte den Versuchten Raub am Wochenende auf einer Pressekonferenz.
Ursprünglich hätte der Einbruch geheim bleiben sollen um die Menschen, die tagtäglich den Louvre besuchen nicht zu verängstigen. Die Sonderermittler sprachen auch von einer besonderen Taktik um effektiver an dem Fall arbeiten zu können. "In manchen Fällen ist es einfacher einen Raub geheim zu halten um den Verbrecher in Sicherheit zu wiegen und ihn so aus seinem Versteck zu locken." Diese Taktik ist wohl nicht aufgegangen. Ein Mitarbeiter des Louvre, der anonym bleiben möchte, hatte die streng geheimen Informationen an einen Reporter für etwa 10 Pfund verkauft. Der Wert dieser Information war ihm wohl nicht ganz bewusst.
Aus der Quelle hieß es, dass das Hauptaugenmerk des Diebes auf das von allen geliebte Ölgemälde von Leonardo da Vinci der "Mona Lisa" lag. Nach diversen Diebstahlversuchen wie z.B. 1911 von Vincenzo Peruggia und unzähligen Attentaten, die das Gemälde seinem Publikum stehlen wollten ist dies ein derber Schlag für das traditionsreiche Museum. "Die Mona Lisa ist vollkommen sicher. Wir haben unsere Bemühungen vervielfacht", bekräftigte der Kurator des Louvre, als die wütenden Stimmen der Pressekonferenz nach höheren Sicherheitsvorkehrungen für die Schätze der Welt forderten.
Anscheinend hatten diese nicht ausgereicht. Gerüchten zufolge soll der Dieb das Gemälde bereits eingepackt und es fast bis zum Ausgang gebracht haben ohne dass sich auch nur ein Sicherheitsmann ihm in den Weg stellte. Wie er das Gebäude betreten oder verlassen hat ist derzeit noch nicht bekannt. Technische Gerätschaften wurden nicht gefunden und die Kameras außer Funktion gesetzt. "Der Dieb hätte keine Probleme gehabt zu entkommen. Aber er hat es dann einfach liegen lassen. Die Polizei hätte ihn sicher nicht aufhalten können. Das war ein Profi", so weiter die anonyme Quelle.
Dass es sich bei dem Dieb um die weltweit gesuchte "Nyx"
handelt, wollte an diesem Wochenende aber noch keiner bestätigen. Eine
Visitenkarte sei gefunden worden, aber man ginge derzeit noch nicht von einem
Zusammenhang mit Nyx aus. "Es gibt viele Nachahmungstäter." Erst vor zwei Wochen
hatte die Diebin Nyx eine wertvolle Violine aus dem Privatbesitz eines
Tokioer-Geschäftsmannes gestohlen. Hier handelt es sich um eine 7 Millionen Euro
wertvolle Stradivari-Geige aus dem Jahre 1699. Bisher gibt es noch keine Spur.
Weder von Nyx noch von dem Dieb aus dem Louvre.